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Halloween - Kinostart: 25.10.2018

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Horror-Legende Michael Myers geht als rüstiger Rentner wieder auf die Jagd.
 
Die Trailer sehen vielversprechend aus, also mal sehen…
 
Welcher Teil ist das jetzt?
 
Um spoilerfrei zu bleiben, hier nur ein kurzer Abriss der Story: Laurie Strode (Jamie Lee Curtis), einzige Überlebende der ersten Halloween-Morde 1978 in Haddonfield, ist seit damals stark traumatisiert und bereitet sich wie besessen auf den Tag vor, an dem Michael Myers wieder zurückkehren wird. Denn Michael sitzt seit dieser Nacht sehr lebendig in einer Psychatrie. Laurie´s entfremdete Tochter Karen (Judy Greer) hält ihre Mutter für paranoid und ignoriert die Warnungen. Als Michael, jetzt stolze 61 Jahre alt, verlegt werden soll, kann er fliehen...
 
Soweit die Story, also alles wie in alten Horrorfilm-Zeiten. Killer ist eingesperrt, Killer bricht aus, die Party beginnt. Aber ich schweife ab. Die zentrale Frage ist: Wo zum Geier stehen wir denn mit diesem neuen Film in der Halloween-Reihe? Die-Hard-Fans würden jetzt mit den vier alternativen Timelines anfangen, das kann aber jeder sich selber bei Interesse auf Youtube reinziehen. Kurz zusammengefasst: Wer den Zusammenhang verstehen will, muss sich vorab nur das gleichnamige Original von 1978 zu Gemüte führen, dann ist man im Bilde.
 
Ostereier suchen an Halloween
 
Es geht los. Der Vorhang geht auf, die Credits laufen, Stimmung kommt auf, den die Schriftart, die Farben, die Musik, alles wie im Original. Schadet wohl nicht, dass John Carpenter, der Schöpfer von Halloween, diesmal als Produzent auch ein Wörtchen mitzureden hat. Auch durch den Streifen hindurch entdecken wachsame Nerd-Augen konstant kleinere und größere Hommagen an die komplette (!) Halloween-Serie.
 
Man merkt, dass Fans des Franchise am Werk waren, denn die vielen „Das-habe-ich-doch-schon-da-und-da-gesehen“-Momente machen wirklich Spass – also zumindest für die, die alle zehn Filme davor durchgestanden haben. Aber nur dann…
 
You are the new Loomis?
 
Denn hier beginnt das Problem mit dem Film. Im Kern ist es ein Halloween-Remake, der in geänderter Form jetzt eine direkte Fortsetzung zum Original bildet. Wer nicht schon im Original als Darsteller dabei war, wird durch kluge Easter-Eggs und Hommagen verpackt.
 
Da der gute Donald Pleasence, das Gegenstück zu Michael und Herz der Serie, leider nicht mehr unter uns weilt, wurde natürlich an einen neuen Doktor gedacht. Als Laurie zu ihm sagt: „You are the new Loomis!“, musste ich schon etwas lachen. Verarschen die Autoren jetzt mich oder sich selbst?
 
 
Außer den nostalgisch-schönen Momenten und natürlich dem Horror der Figur Michael Myers (endlich wieder in seiner ursprünglich mysteriösen Form als unerklärbare, unaufhaltbare Killer-Maschine) auf der großen Leinwand, ist der Film überladen mit guten Ansätzen, die in 109 Minuten in zu viele verschieden Richtungen laufen und daher kein gutes Ende nehmen. Zu viele der Storylines laufen ins Nichts, hier hat man schnell das Gefühl, hier wurde extra für den Ticketverkauf für alle Altersstufen und Geschlechter etwas eingebaut.
 
Auch werden Schockmomente künstlich in die Länge gezogen, was den Effekt eher schmälerte, weil man als erfahrener Horror-Fan schon wusste (und teilweise auch genau sehen konnte), was einen erwartet. So waren für meinen Geschmack die Schocker immer ein bisschen neben dem Takt. Schade eigentlich, denn der Film fing so gut an, die Eröffnungssequenz ließ auf Großes hoffen. Allerdings nahm die Spannung von da an rapide ab. Sehr schade…
 
 
Fazit
 
Ich war richtig heiß auf den Film, schließlich gehört Michael Myers zu meinen absoluten Favoriten, was moderne Filmmonster betrifft. Still, ohne große Show, absolut unerklärlich. Es freute mich auch zu sehen, dass man zu dieser Linie zurückgekehrt ist, wobei ich persönlich den okkulten Einschlag in Teil 6 als interessanten Zusatz zu Michael´s Backstory fand. Aber damit mache ich mir hier sicherlich keine Freunde. Egal, ich schweife schon wieder ab. Das ist auch das große Problem und gleichzeitig der Charme der Halloween-Reihe, sie ist so vielseitig. Viele Autoren und Regisseure sind vom Original abgewichen und haben neues Terrain betreten. Manche lieben diese Filme bis heute, andere kotzen im Strahl. Ich sehe da in eure Richtung Rob Zombie und Dominique Othenin-Girard.
 
Aber eins ist sicher: Die Filme haben immer wieder Fans gefunden, die Beweggründe dafür sind von Film zu Film immer unterschiedlich. Aber der Kult um den Maskenmann Michael Myers ist ungebrochen…Und schon wieder schweife ich ab. Es geht hier um den 11.Halloween-Streifen, über „The Shape“ mit 61 Jahren und den finalen Showdown mit Laurie Strode, der einzigen Überlebenden. Ein guter Spaß für Freunde an Halloween, für Fans gibt es allerdings zu viel bereits Gesehenes und wenig Neuland. Leider ist dieser „Halloween“ wie Laurie Strode selbst – 40 Jahre Übung und am Ende immer noch kein Plan, was zu tun ist. War das ein Spoiler? Ja? Nein? Ich schweife schon wieder ab…
 
 
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Weitere Informationen

  • Kritik-Autor/in: Allan F
  • Regisseur: David Gordon Green
  • Drehbuch: David Gordon Green
  • Besetzung: Jamie Lee Curtis, Judy Greer
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