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xXx - Die Rückkehr des Xander Cage

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Dass es noch ein Sequel mit Xander Cage – oder überhaupt einem xXx-Agenten – geben könnte, hätte man nicht mehr erwartet.
 
Immerhin ist es 15 Jahre her, seit Vin Diesel die Rolle spielte, und immerhin zwölf Jahre, seit Ice Cube ihm nachfolgte. Aber der erste Film war ein Erfolg, weswegen man nun versucht darauf aufzubauen. Für Diesel ist der Stoff wiederum interessant, weil er damit die Gelegenheit hat, endlich ein zweites Franchise nach „Fast & Furious“ zu etablieren. Seine bisherigen Versuche in dieser Richtung waren nicht wirklich von Erfolg gekrönt.
 
Er lebt!
 
In den USA stürzt ein Satellit mitten in einem Wohngebiet ab. Wie sich herausstellt, war dies kein Unfall. Vielmehr wurde der Satellit gezielt als Waffe eingesetzt – und zwar mit Hilfe eines Geräts, das in Geheimdienstkreisen als Pandoras Box bekannt ist. Als dieses von einem Elite-Team aus der Höhle des Löwen – sprich der Geheimdienste – gestohlen wird, stellt sich die Frage, wen man schicken kann, um es zurückzuholen.
 
Da kommt man auf die Idee, dass Xander Cages alter Boss vielleicht richtigliegen und Xander noch am Leben sein könnte. Tatsächlich findet man den Extremsportler, der der größte aller xXx-Agenten ist, auch lebend und kann ihn überzeugen, die Mission zu übernehmen.
 
Xander stellt sich ein eigenes Team zusammen und macht sich auf, die Diebe von Pandoras Box zu finden, doch mit diesem Gerät hat es mehr auf sich, als man meinen sollte.
 
(Unfreiwillig) komisch
 
Man ist sich bei „xXx – Die Rückkehr des Xander Cage“ nie ganz sicher, ob das nun alles gewollt ist oder ob einige der lustigsten Szenen nicht schlicht und ergreifend unfreiwillig sind. Manches ist offensichtlich lustig gedacht, so etwa die launigen Texteinblendungen mit Informationen zu den einzelnen Team-Mitgliedern, die zum Teil auch reichlich meta sind – etwa dann, wenn ein Rekrut-in-spe, der mit Samuel Jacksons Figur spricht, eigentlich gehofft hat, für die Avengers verpflichtet zu werden.
 
Anderes sind One-Liner, die so schlecht sind, dass man nur noch hysterisch lachen kann. Oder Action-Szenen, die absolut irre sind. So etwa der Auftakt mit Xander Cage, als der mit Skiern durch den Dschungel heizt. Oder später, als Diesel und Ko-Star Donnie Yen mit aufgemotzten Motorrädern über das Meer rasen. Eine Tunnel Wave wie diese hat man so auf jeden Fall noch nie gesehen.
 
 
Es kracht und zischt
 
Punkten kann der Film vor allem im Bereich Action. Die ist erstklassig umgesetzt und reichlich vorhanden. Und sie ist es, die den Film kurzweilig geraten lässt, denn gut im klassischen Sinne ist dieser Streifen auf jeden Fall nicht. Er ist Edel-Trash. Schrott der besonders teuren Art. Aber darum auch unterhaltsam. Zwar aus den falschen Gründen, aber man nimmt ja, was man kriegen kann.
 
Die Figuren leiden zwar darunter, aber das liegt auch daran, dass hier so extrem viele eingesetzt sind. Alles, was nicht mit einem Star besetzt ist, bleibt unter dem Radar. Donnie Yen, zuletzt cool in „Rogue One – A Star Wars Story“ zu sehen, hat Charisma und punktet mit coolen Kampfsequenzen. Tony Jaa, der einst mit „Ong Bak“ auf sich aufmerksam machte, kommt jedoch unter die Räder. Er ist wenig mehr als ein Statist. Und Nina Dobrev darf zwar gut aussehen, spielt aber für die letzte Reihe und nervt als ängstliches Mauerblümchen, das dann doch zur Waffe greift.
 
Dem Film schadet aber auch, dass es keinen klaren Schurken gibt, denn angesichts der beiden Teams, die sich hier bekämpfen, gibt es noch eine Überraschung. Eine weitere wartet dann im Finale, die gut dafür ist, alle drei Teile miteinander zu verbinden.
 
 
Fazit
 
Gut ist „xXx – Die Rückkehr von Xander Cage“ nicht, weil dieses Nichts an Geschichte einfach nur peinlich ist, weil die Figuren vom Reißbrett sind und weil der Humor häufig nicht gar so freiwillig ist, wie sich das die Macher wohl gedacht haben. Aber zumindest muss man diesem filmischen Quatsch attestieren, dass er sehr unterhaltsam daherkommt.
 
Und er ist mit einer grandiosen Musik-Auswahl unterlegt, die dazu beiträgt, die Action noch dynamischer werden zu lassen.
 
 
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Weitere Informationen

  • Kritik-Autor/in: Peter Osteried
  • Regisseur: D. J. Caruso
  • Drehbuch: F. Scott Frazier
  • Besetzung: Vin Diesel, Samuel L. Jackson
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