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“Jetzt haben wir es geschafft, sind aber auch fast pleite”, lacht Gabriele Hayes, als FantasticMovies sie zur Premiere ihrer Dokumentation “Skid Row Marathon” auf dem Los Angeles Film Festival trifft.
 
Vier Jahre lang haben die deutsche Produzentin und ihr Mann, der amerikanische Regisseur Mark Hayes, “Skid Row Marathon” gedreht. Die Doku erzählt die Geschichte des Richters Craig Mitchell, der am Gericht in Los Angeles arbeitet und vor einigen Jahren den Laufclub “Skid Row Running Club” gegründet hat.
 
Rennen als Brücke zurück ins Leben
 
Montags, donnerstags und jeden zweiten Samstag joggt Mitchell seitdem frühmorgens durch Los Angeles. An seiner Seite: ehemalige Obdachlose, Alkoholiker und Drogenabhängige. Sie leben auf Skid Row, einem der ärmsten Viertel in Los Angeles. Dort hausieren tausende Menschen in selbstgebastelten Plastikzelten am Straßenrand. Aus den verschiedensten Gründen ist ihr Leben irgendwann aus dem Ruder gelaufen. Mitchell hofft, dass sie durch das Laufen eine Brücke zurück ins Leben bauen.
 
Ben, einer der Protagonisten der Doku, spielte früher in einer erfolgreichen Heavy Metal Band, bis er eines Tages so viel trank, dass er auf der Bühne zusammenbrach. Seine Band-Kollegen setzten ihn auf Skid Row ab.
 
“Skid Row Marathon” gewinnt bei der Weltpremiere gleich zwei Preise
 
In der Doku ist Ben clean, kämpft aber noch mit seinen Dämonen. Durch das Laufen mit Richter Mitchell gewinnt er - und viele andere der Protagonisten - Stück für Stück das Vertrauen in sich selbst zurück. Einmal pro Jahr reist die Gruppe zu einem internationalen Marathon nach Rom, Ghana oder Vietnam. Für viele im Running Club ist es das erste Mal, dass sie die USA verlassen.
 
“Skid Row Marathon” erzählt viele positive Geschichten, spart aber auch Rückfälle und dunkle Kapitel nicht aus. Beim Los Angeles Film Festival gewinnt die Doku gleich zwei Preise: Den Publikumspreis für die beste Doku und den LA Muse Preis. Wir haben mit Gabriele Hayes über ihre Arbeit gesprochen.
 
Wie Sind sie auf die Idee gekommen, eine Doku über diese sehr spezielle Renngruppe zu machen?
 
Ich bin in Ostdeutschland aufgewachsen. Dort habe ich Obdachlosigkeit nie kennengelernt. Als mein Mann und ich nach Los Angeles gekommen sind, war ich total geschockt. Dass es so viele Obdachlose gibt und dass man nichts macht.
 
Das kann man sich als Deutsche nicht vorstellen. Wir haben überlegt, was wir machen können. Schließlich haben wir einen Artikel über Richter Mitchell und seinen “Skid Row Running Club” gelesen. Das fanden wir total interessant.
 
Wie haben Sie Zugang zu dem Club bekommen?
 
Mark und ich haben uns zuerst mit dem Richter getroffen. Der hat uns gesagt, dass wir das Vertrauen der Läufer gewinnen müssen. Die wollten anfangs keine Kameras. Wir sind erstmal vier Wochen nur mit ihnen gelaufen und haben sie kennengelernt. Es war sehr schwer, ihr Einverständnis zu bekommen, weil sie anfangs dachten, dass wir sie nur ausbeuten und mit ihrer Geschichte Geld verdienen wollen.
 
Welchen Einfluss hat das Laufen auf das Leben der Menschen? Das Laufen hilft. Sie haben keinen Bedarf mehr nach Drogen oder Alkohol. Wenn sie merken, dass sie einen Marathon laufen können, verstehen sie, dass sie auch ihr Leben verändern können. Der Richter ist nur der Katalysator. Sie müssen sich selbst finden und ihr Leben auf die Reihe kriegen. Die Disziplin, die sie für das Laufen brauchen, können sie in ihrem Leben anwenden.
 
“Skid Row Marathon” feiert in Los Angeles Premiere, wie geht es dann weiter?
 
Wir hoffen, dass vielleicht Netflix uns die Doku abkauft und sie auch in Europa gezeigt wird. Es ist ja eine universelle Geschichte. Sie betrifft Marathonläufer und auch Alkoholiker oder Drogenabhängige. Es ist eine hoffnungsvolle Geschichte, die weltweit Resonanz finden kann. Am 23. September sind wir mit dem Richter und Ben in Berlin und zeigen die Doku einen Tag vor dem Berlin Marathon.
 
Wie geht es für Sie und ihren Mann als Filmemacher weiter?
 
Mark möchte jetzt unsere persönliche Geschichte als Drehbuch vorantreiben. Wir haben uns 1985 beim Trampen zwischen Weimar und Jena kennengelernt. Er hat mich damals mitgenommen. Vier Jahre später durften wir heiraten. Unser nächstes Projekt wird eine romantische Komödie. Wir brauchen ein bisschen Abstand von ernsten Themen.
 
Mehr Infos zu "Skid Row Marathon" gibt es hier.
 
 
Autorin: Claudia Oberst
 
 
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