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Cars 3 - Evolution

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Von allen bisher erschienenen Werken der Pixar Animation Studios ...
 
... gelten die zwei Cars-Filme als die schwächsten Ableger der Animationsschmiede aus Kalifornien. Und dennoch bringt es die Marke mit dem neuen Teil "Cars 3: Evolution" nun auf ganze drei Filme. Lediglich die großartige "Toy Story"-Reihe hat ebenfalls schon drei Werke vorzuweisen. Aufgeben will Pixar ihr Sorgenkind also nicht und versucht erneut, mit dem Konzept niedlicher sprechender Autos, endlich an die Erfolge von "Findet Nemo", "Oben" und "Wall-E" anzuknüpfen. Auch beim dritten Anlauf gelingt das jedoch überhaupt nicht.
 
Alt vs. Jung
 
Auch in "Cars 3" bekommen wir es mit einer seltsamen Welt zu tun, die genauso wie unsere aussieht, samt amerikanischer Großstädte, bevölkert wird sie allerdings nur von Autos. Und diese Autos sehen am liebsten anderen Autos beim Fahren zu (was wieder genauso befremdlich wirkt wie bei den Vorgängern). Beim Piston Cup-Rennen zum Beispiel, welches von Lightning McQueen (Stimme: Owen Wilson) nach wie vor dominiert wird, bis plötzlich eine neue Generation von Super-Rennwagen am Turnier teilnimmt, angeführt vom Hightech-Flitzer Jackson Storm (Armie Hammer).
 
Gegen die neuen Boliden sieht der veraltete McQueen kein Land und muss sich langsam fragen, ob es Zeit ist, die Karriere an den Nagel zu hängen. Doch mit Hilfe der couragierten Trainerin Cruz (Cristela Alonzo) will es der ehrgeizige Champion noch einmal versuchen und trainiert härter denn je, um das Turnier zu gewinnen…
 
Back to the Roots
 
Nach dem komplett anders gestalteten "Cars 2", kehrt Teil 3 nun eindeutig zu den Wurzeln der Reihe zurück und damit auch zur alten Hauptfigur Lightning McQueen, während im Vorgänger plötzlich der rostige Abschleppwagen Hook zum Protagonisten befördert wurde. Hook ist diesmal dagegen eine reine Randfigur und kaum der Rede wert. Und wechselte man im Vorgänger auch gleich das ganze Genre (Teil Zwei war tatsächlich ein James-Bond-Abklatsch), geht es diesmal wieder rein um den Rennsport. Diese Rückkehr zu alten Tugenden fällt allerdings weniger positiv aus, als erhofft. Denn in erster Linie bekommen wir einfach nochmal den gleichen Teller wie beim ersten Film aufgetischt.
 
Neue Impulse setzt Cars 3 so gut wie keine. Es geht wieder einmal nur darum, das entscheidende Rennen zu gewinnen und der Schnellste zu sein. Das war es dann auch schon.
 
 
Der Ansatz, das McQueen in die Jahre gekommen ist, ist zwar zunächst interessant, wirklich durchdacht ist dieser Konflikt jedoch nicht. Ziemlich schnell entschließt sich die Figur nämlich, nun doch wieder am Rennen teilzunehmen. Mit der Trainerin Cruz kommt immerhin eine interessante neue Figur ins Spiel. Bei Gegenspieler Jackson Storm ist das nicht der Fall. Und die bekannten Charaktere wie Hook oder Porsche Sally tauchen nur ganz am Rande auf und haben fast keinerlei Beteiligung am Geschehen.
 
Vorhersehbar und Surreal
 
"Cars 3" ist leider schlichtweg langweilig und vorhersehbar und hat das gleiche Problem wie seine Vorgänger: Es will nicht funktionieren. Was mit sprechenden Spielzeugen in "Toy Story" hervorragend aufging (auch, da es eben dennoch menschliche Protagonisten gab), kommt bei "Cars" nicht herüber.
 
Eine Welt, die nur von Autos bevölkert wird, gleichzeitig jedoch über von Menschen erbaute Architektur verfügt, das ist irgendwie genauso wie damals einfach nur surreal und baut nur wenig Bezug zu den Charakteren auf. Anders als bei den anderen Pixar-Werken können wir wenig bis gar keine Beziehungen oder Empathie zu den Figuren aufbauen.
 
Wir fühlen uns nicht wohl in dieser Welt und wollen schnell wieder weg. Der Film kann dem weder mit gelungenen Witzen noch mit besonderen Schauwerten oder Einfällen entgegenwirken. Stattdessen wird die alte Suppe neu aufgekocht und die primitive Prämisse des unbedingten „Siegen wollen“ vermittelt.
 
 
Das ist genauso wenig konstruktiv wie kreativ. Unterhalten kann der Film während der Laufzeit kaum. Selbst die jüngere Zielgruppe wird sich schwer tun mit diesem Sequel, dem anzumerken ist, wie Pixar verzweifelt versucht, die Marke zu retten aber eigentlich selber nicht so wirklich daran glaubt. Immerhin beschäftigt sich "Cars 3" mit modernen Themen.
 
Wenn der Hightech-Bolide Jackson Storm plötzlich das Turnier dominiert und die normalen Rennautos wie alte Schüsseln dagegen wirken, ist das herrlich aktuell. Immer mehr Elektroautos übernehmen den Automarkt und auch im Rennsport wächst das Interesse für den modernen Antrieb. Während unsere alten Autos aus den Großstädten verdrängt werden, dominieren neue sterile flüsterleise Automobile die Straßen und genau diese Thematik bestimmt auch den Film. Gerade im sehr trägen Mittelteil geht dieser Aspekt dann leider ziemlich verloren.
 
 
Fazit
 
"Cars 3" ist ein uninspirierter Aufguss. Was zunächst als richtiger Ansatz erschien, sich wieder am Erstlingswerk zu orientieren, verdeutlicht nun mehr die Probleme der Marke.
 
"Cars 3" ist abermals einer der deutlich schwächeren Pixar-Filme und nach nun schon drei Teilen sollte man in Emeryville langsam darüber nachdenken, die Reihe an den Nagel zu hängen. Lightning McQueen hatte im Film ebenfalls dazu die Chance, all das zu beenden. Doch er entschied sich weiter zu machen. Pixar sollte diesen Fehler nicht machen.
 
 
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Weitere Informationen

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  • Drehbuch: Kiel Murray
  • Besetzung: Beenedikt Weber, Bettina Zimmermann
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