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Die Schule der magischen Tiere 2 - Kinostart: 29.09.2022

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Nach der überraschend erfolgreichen Leinwandumsetzung der gleichnamigen ...
 
Bestseller-Kinderbuchreihe von Autorin Margit Auer dürfen wir uns jetzt auf eine Fortsetzung freuen. Und dafür wurde nicht nur an der Umsetzung gefeilt, sondern auch die Besetzung aufgestockt, sowie die Regie ausgetauscht.
 
Magie und erste Liebe …
 
Rund um und auf der Wintersteinschule gibt es nämlich einige Neuigkeiten, sowie turbulente Herausforderungen. Ida (Emilia Maier) hat Geburtstag, Jo (Loris Sichrovsky) ist halsüberkopf verliebt und der Inhaber der magischen Zoohandlung (Milan Peschel) überreicht zwei neue magische Tiere. Ein Chamäleon namens Caspar und einen frechen Pinguin namens Juri. Außerdem steht das 250. Jubiläum der Schule an.
 
Deshalb sollen die Schüler der Klasse von Miss Cornfield (Nadja Uhl) bei den geplanten Feierlichkeiten ein Musical aufführen. Etwas, das den Klassenzusammenhalt auf eine ziemliche Probe stellt. Vor allem die Oberzicke Helene (Emilia Pieske) vergönnt der schüchternen Anna-Lena (Lilith Jona) dabei die Hauptrolle nicht und führt außerdem gegen Ida, welche die Regie des Stückes übernehmen möchte, ein intregantes Spiel.
 
Aber das sind nicht die einzigen Hürden, die es zu bewältigen gilt. Auf dem Schulhof buddelt nämlich auch noch ein Unbekannter heimlich Löcher. Was es wohl damit auf sich hat und ob es für alle ein Happy End geben wird?
 
Disney made in Germany
 
DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE 2 ist ein Sequel, mit dem zu rechnen war. Immerhin haben den ersten Kinofilm mehr als 1,7 Millionen Zuschauer in den Kinos gesehen. Kein Wunder, denn die Leinwandumsetzung hat eine gewisse Ähnlichkeit mit den Verfilmungen rund um Hogwards, also den Geschichten mit Harry Potter. Und weil bei Teil 2 die Darsteller:innen etwas älter sind, hat man diesmal eben auch Themen wie die erste Liebe, sowie Zickereien unter Teenagern mit integriert. Funken tut es dabei vor allem zwischen Jo und Ida.
 
 
Aber keine Sorge, die Magie kommt ebenfalls nicht zu kurz. Etwas, wobei die VFX – Firma Pixomondo wieder hervorragende Arbeit geleistet hat. Alle animierten Charaktere wirken absolut natürlich und glaubhaft. Besser hätte das selbst Disney nicht hinbekommen. Dabei dreht sich alles um die neuen magischen Tiere Juri und Caspar. Rabbat und Henrietta, die tierischen Hauptdarsteller aus Teil Eins, haben diesmal nur kurze Auftritte.
 
Stimmlich dürfen wir uns bei den liebenswerten Charakteren jedenfalls wieder auf Katharina Thalbach als Schildkröte Henrietta und Max von der Gröben als Fuchs Rabbat, sowie Rick Kavanian als Chamäleon Caspar und Axel Stein als Pinguin Juri freuen.
 
Kindgerechte Umsetzung - auch für Erwachsene
 
Auf dem Regiestuhl hat diesmal nicht mehr Gregor Schnitzler, sondern Sven Unterwaldt Platz genommen. Und der war genau der Richtige für die Fortsetzung der Geschichten aus der magischen Schule. Denn Unterwaldt konnte sich bereits durch die Inszenierung zahlreicher Disney-Filme, sowie zuletzt auch mit Catweazle (Otto Waalkes) eine Menge fundierte Erfahrung bei der filmischen Umsetzung von derartigen Stoffen aneignen.
 
 
Außerdem hat der Regisseur am Drehbuch mitgewirkt. Und sich dabei bei klassischen Elementen aus Disney-Filmen bedient, um nicht nur dessen Magie, sondern auch die nicht unbedeutende Message des Stoffes den Zuschauer:innen näher zu bringen.
 
Im Zentrum bei DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE 2 steht nämlich eigentlich die Geschichte von Anna-Lena, einem schüchternen Mädchen voller Selbstzweifel, die von drei neidvollen Mitschülerinnen zunächst gehänselt und gedemütigt wird, um am Ende als Heldin hervorzugehen. Eine Aschenputtel-Message, die sich Dank seiner kompetenten Regie und des dramaturgisch dichten Drehbuchs hervorragend vermittelt. Und deren Verlauf sowohl Kinder als auch Erwachsene in ihren Bann zieht.
 
Etwas, dass bei den anwesenden Kindern zwischen 6 und 12 Jahren bei der Pressevorführung sehr gut zu beobachten war. Denn die haben bei den fast 110 Minuten des Films nicht einmal gequängelt. Grund dafür ist wohl ebenfalls, dass Unterwaldt seiner jüngeren Zielgruppe auch ein gewisses Maß an eigener Denkleistung zumutet. Denn anders als bei anderen Kinderfilmen, bei denen ständig alles gezeigte kommentiert wird, lässt der Regisseur Bilder auch mal wirken und sich selbst erklären.
 
Pipi Pocahonta
 
Neben der dramaturgischen und visuell hervorragenden Umsetzung wurde auch bei den Dialogen darauf geachtet, dass diese nicht nervig oder aufgesetzt wirken. Einzig bei Helene hätte man das Wort Pipi Pocahonta nicht ganz so inflationär einsetzen sollen. Wir hören diese Wortfügung nämlich gefühlt bei jeder Szene, in der sie gegen Anna-Lena stänkert.
 
Ansonsten machen die Kinderdarsteller ihren Job allesamt hervorragend. Lediglich die Annäherungsversuche zwischen Jo und Ida wirken etwas hölzern. Man merkt sichtlich, wie nervös Loris Sichrovsky bei diesen Szenen war.
 
Ein wahrer Glücksgriff ist Unterwaldt hingegen bei der Besetzung von Lilith Johna als Anna-Lena gelungen. Dabei bringt sie nämlich so viel Emotionalität und Herzblut in ihre Rolle ein, dass es eine wahre Freude ist.
 
Für den Regisseur war sie allerdings keine Unbekannte. Denn der hatte Johna bereits vor einfür seinen Film VIER ZAUBERHAFTE SCHWESTERN als Flora Cantrip besetzt. Und wenn es mit der Schauspielerei bei ihr aus unwahrscheinlichen Gründen doch nicht klappen sollte, dann steht ihr garantiert eine fulminante Karriere als Sängerin oder Musicaldarstellerin bevor.
 
 
Fazit
 
Mit DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE 2 ist Sven Unterwaldt ein Kinderfilm gelungen, wie er sein soll. Mit einer visuell, sowie dramaturgisch hervorragend umgesetzten magischen Story. Die berührt und gleichzeitig wertvolle Messages ohne erhobenen Zeigefinger kindgerecht vermittelt. Und bei der sogar Erwachsene gut unterhalten werden. Da bleibt nur zu hoffen, dass Sven Unterwaldt auch die hoffentlich kommenden Fortsetzungen inszenieren wird.
 
 
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Weitere Informationen

  • Autor:in: Max Wrede
  • Regie: Sven Unterwaldt
  • Drehbuch: Thorsten Näter
  • Besetzung: Emilia Maier, Loris Sichrovsky, ...