M3GAN is back! Regisseur Gerard Johnstone erweckt die mörderische Roboter-Puppe erneut zum Leben.
Aber bekommen wir diesmal tatsächlich das, was wir erwarten?
Ein Roboter kommt selten allein
Zwei Jahre sind vergangen, seit M3GAN, Wunderwerk künstlicher Intelligenz, abtrünnig geworden und auf einen mörderischen und tadellos choreografierten Amoklauf gegangen ist, bevor sie schließlich zerstört wurde.
Ihre Schöpferin Gemma (Allison Williams) ist inzwischen nicht nur eine renommierte Autorin, sondern auch eine flammende Verfechterin von K.I.-Auflagen seitens der Regierung. Aus Gemmas Nichte Cady (Violet McGraw) ist mittlerweile eine Teenagerin geworden, die immer lauter gegen die Regeln ihrer überfürsorglichen Tante rebelliert.
Ohne ihr beider Wissen wurde die M3GAN zugrunde liegende Technologie gestohlen und von einer mächtigen Rüstungsfirma missbraucht, um eine militärische Waffe zu kreieren – Amelia (Ivanna Sakhno; Ahsoka, Pacific Rim 2: Uprising), die ultimative Spionin zur Infiltration und Tötung. Doch mit wachsender Selbstwahrnehmung hat Amelia immer weniger Interesse daran, Befehle von Menschen entgegenzunehmen. Oder diese auch nur um sich zu haben ...
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Auch ohne ChatGPT ansehbar
Eines gleich vorweg: Den ersten Teil muss man nicht gesehen haben, um diese Fortsetzung zu verstehen. Etwas, dass man aber auch generell nicht muss, da weder die Geschichte noch die Charaktere sehr herausfordernd oder tiefgründig sind.
Dafür ist das Thema KI diesmal besonders präsent. Wodurch versucht wird, eine semi-revolutionäre Botschaft zu vermitteln. Mit verschiedenen Elon Musk - Kopien, sowie jede Menge Frauen-Power.
Alte Muster
In einer Geschichte, welche allerdings größtenteils einfach nur aus einer Ansammlung altbekannter Stereotypen und Mustern besteht. Es gibt einige sehr dumme Entscheidungen und Verhaltensweisen und ein Ende, dass jedes Potential, welches der Film hatte, wieder zunichte macht.
Auch wenn das Gerede über technische Fakten nachvollziehbar ist und man nicht komplett aussteigt, wenn sich die Programmierer unterhalten, bleibt die Story einfach unrealistisch und vor allem zu lang. Weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen.
Schauspielerisch schwach
Mit leeren, oberflächlichen Charakteren. Weshalb schauspielerische Höchstleistung nicht notwendig war. Und sich deshalb die Performance des Casts eher mittelmäßig gestaltet. In einer fadenscheinigen Story. Denn es ist wohl eher unwahrscheinlich, dass ein 12 jähriges Mädchen ein Computer-Genie ist, nur weil sie bei einer Roboter Entwicklerin aufgewachsen ist.
Dennoch ist keiner der Hauptcharaktere wirklich unsympathisch, schaffen es aber trotzdem nicht, uns zu berühren oder eine Identifikation herzustellen.
Humor statt Horror
In einer Story, die zunächst auf einen Horrorfilm schliessen lässt. Aber weit gefehlt. Denn uns erwartet kein Blut, keine Jumpscares, kein Grusel, keine Angst. Dafür so gut wie jedes andere Genre in einem wilden Mix.
Wie Sci-Fi, Action und Comedy. Von denen denen die ersten beiden am wenigsten überzeugend können. Vor allem bei den diversen Kampfszenen. Denn diese sind zwar unterhaltsam, sprühen allerdings weder vor Inspiration und bieten auch nichts wirklich neues. Dafür kann der Ausflug ins Comedy-Genre punkten. Denn die Witze und Anspielung auf die Popkultur funktionieren erstaunlich gut und bringen etwas Fahrt in den Film.
Fazit
M3GAN 2.0 bietet trotz seiner Schwächen ein paar interessante Wendungen, sowie funktionierende Witze. Und mit der Action kann man sich zumindest berieseln lassen. Einige Zuschauende werden also durchaus Spaß daran haben und den Kinobesuch nicht bereuen.
Wer also keine Erwartungen wie gruseligen Horror, innovative Kämpfe oder eine tiefgehende Botschaft hat, wird bei M3GAN 2.0 gut unterhalten werden.
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