Vier Jahre nach dem letzten Film, der unter Pandemie-Bedingungen gedreht wurde, sind die ...
... Jungs von Jackass wieder da. Einige davon sind zwar schon sehr in die Jahre gekommen, aber dafür gibt es auch frisches Blut. Zur Wahrheit gehört jedoch auch: JACKASS ist die Generation von Johnny Knoxville und Co. Die Nachfolger mögen sich auch den haarsträubendsten Dingen aussetzen, aber Knoxville und seine frühen Mitstreiter sind es, die man eigentlich sehen will. Von Knoxville selbst ist dabei weniger zu sehen, zumindest in neuem Material.
Kein Bam
Auf Bam Margera muss man auch verzichten. In neuem Material. Neuem Material? Ja, denn auch wenn es im Original heißt, dass man sich das Beste bis zum Schluss aufgehoben ist, ist es doch eher so, dass JACKASS: EINER GEHT NOCH mehr wie Resteverwertung anmutet, denn locker die Hälfte des Materials ist aus dem ersten Film. Zugegeben, es werden alternative Takes genommen, sodass ein klein bisschen das Feeling von Neuem aufkommt, aber tatsächlich ist dieser letzte Film nur ein Best of – oder Worst of, je nachdem, wie man es sehen will.
Der Unterschied
Der Film zerfällt so in zwei Teile. Das alte Material hat mehr Flair, macht mehr Laune, ist knackiger, auch wenn es nichts essenziell Neues zu bieten hat. Das neue Material wirkt indes lieblos zusammengestückelt, gerade so, als hätte man auf die Schnelle versucht, mit wenig Geld und Zeitaufwand ein paar Stunts herunterzukurbeln, um etwas Neues bieten zu können. Die Entscheidung, dass dies der letzte Film ist, ist unter dem Gesichtspunkt auch einfach nur richtig. Denn noch so eine Travestie benötigt man nicht, im Grunde hätten die Jungs sich diesen Film schon sparen können.
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Zumindest sagte Knoxville, dass jetzt Schluss ist. Das hat er zwar nach dem ersten Film auch gesagt, bei den Sequels aber nie wieder, und der neue Film führt zumindest zum Anfang zurück.
Denn der erste Film fängt damit an, dass die Jungs in einem riesigen Einkaufswagen die Straße entlangrasen, und der neue Film endet auch so. Der Kreis schließt sich, die Zeit der eigentlich blöden, im Grunde verantwortungslosen Stunts ist vorbei. Für einige vielleicht nicht früh genug. Knoxville macht hier schon keine Stunts mehr, weil er sich beim letzten Film eine Gehirnblutung zuzog. Ginge ein neuer Stunt schief, wäre es das mit ihm.
Andere haben sich auch verletzt. Bei der Eingangssequenz erwischte es Wee Man, der danach drei Wochen ausfiel.
Macht bisweilen Laune
Ja, es gibt Momente, an denen JACKASS: EINER GEHT SCHON Spaß macht. Hauptsächlich, wenn man die originalen Jackasses in Aktion sieht, weil es auch schön ist, diese Freunde mit ihren irren Ideen wiederzusehen. Dazu gehört auch, dass manches eben einfach cringe ist, und dass man sich sagt: Das würde ich im Leben nicht tun, egal, was man mir bezahlt.
Entsprechend hat der Film seine Momente, aber es sind eben nicht genug. JACKASS: EINER GEHT NOCH kann sich der Last der Resteverwertung nicht entziehen, man merkt einfach, dass im Großen und Ganzen die Luft raus ist. Knoxville und Co. sind schließlich auch in ihren Fünfzigern, irgendwann muss Schluss sein.
Fazit
Von der nächsten Generation, die im letzten Film etwas stärker gefeatured wurde, ist hier nicht viel zu sehen, man hat wohl erkannt, dass das Publikum die Originale sehen will, und niemanden sonst. Entsprechend wird JACKASS mit diesem Film nun auch zu Grabe getragen. Vielleicht gut so, bevor einer vor laufender Kamera stirbt …
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