Als im Jahr 1975 die gleichnamige japanische Zeichentrickserie zu den ...
... Romanen des deutschen Schriftstellers Waldemar Bonsels das Licht der Welt erblickte, hat wohl niemand geahnt, welchen Kult die quirligen Insekten nicht nur bei Kindern auslösen werden. Was folgte ist ein Kultsong, eine Comic-Serie, eine 3D-Zeichntrickumsetzung, sowie ein Kinofilm, der jetzt schon seine zweite Fortsetzung erhalten hat.
Ein goldenes Ei
Und dabei wartet auf Maja und Willi diesmal ein ganz besonderes Abenteuer. Denn eine verletzte Ameise vertraut den Beiden ein rätselhaftes goldenes Ei an. Mit der Aufgabe, dieses zu einer weit entfernten Ameisenkolonie zu bringen, um deren Überleben zu sichern.
Denn die Krachkäfer wollen das Volk vernichten. Doch während ihrer abenteuerlichen Reise schlüpft daraus eine kleine Prnzessin. Und Willi wird sogar zum Ersatzpapa. Maja hingegen lernt, dass Vertrauen nichts Selbstverständliches ist…
Spannend und Farbenfroh
Auch wenn die filmische Neuinterpretationen bei deren Verfechtern oftmals wegen dem 3D- Look nicht gut wegkommt, eines kann man Regisseur Noel Cleary und seinem Team ganz sicher nicht zur Last legen: Das Gefühl für Timing und kindgerechte Umsetzung. Denn diese Elemente stimmen bei DIE BIENE MAJA UND DAS GEHEIME KÖNIGREICH zu hundert Prozent. Die knapp 83 Minuten vergehen wie im Flug, ohne dass auch nur ansatzweise Langeweile aufkommt.
Außerdem gibt es keine wirklichen Aufreger im Film. Bei Antagonisten wurde zudem darauf geachtet, dass diese nicht beängstigend wirken. Sowohl visuell, als auch sprachlich. Wie üblich werden solche Charaktere in Kinderfilmen deshalb mit viel Naivität ausgestattet, damit die Kleinen in augenscheinlich bedrohlichen Szenen immer etwas zu Lachen haben.
Und es wurde zum Glück, wie bei Kinderfilmen sonst üblich, generell auf übertriebene Dialoge verzichtet. Quängelnde oder weinerliche Kids während der Vorführung werden also garantiert nicht der Fall sein. Aber auch für Erwachsene ist der Film nicht nur aus nostalgischen Gründen unterhaltsam. Denn animationstechnisch gehört DIE BIENE MAJA: DER GEHEIME KÖNIGREICH zum Besten, was man derzeit in diesem Genre aus Deutschland zu sehen bekommt. Die Welten wirken frisch und farbenfroh, die Charaktere sind liebevoll und detailreich umgesetzt worden.
Wert auf Qualität wurde außerdem bei der Wahl der Synchronsprecher gelegt. Neben den gewohnten Stimmen aus DIE BIENE MAJA – DIE HONIGSPIELE, zu denen unter anderem Jan Delay als Willi gehört, sind diesmal Emilia Schüle als Krachkäfer-Chefin, sowie Sänger Sasha als Krachkäfer-Chef Bombulus, zu hören. Besonders witzig ist übrigens der österreichische Dialekt des Oberkommandanten eines Ameisenvolkes.
Musst du jetzt wirklich singen?!
Und auch wenn zwei Sänger zur Sprecherriege gehören, so halten sich die Gesangseinlagen im Film in Grenzen. Sasha darf als Bombulus lediglich zwei Songs im Ansatz beisteuern und bei Jan Delay wurde komplett darauf verzichtet.
So wie auf den berühmten Titelsong, der in der in der deutschen Fassung der ersten Zeichentrickversion von dem mittlerweile verstorbenen tschechischen Sänger Karel Gott und im ersten Spielfilm von Beatrice Egli interpretiert worden ist. Aber das ist nicht weiter tragisch, denn die Magie der Figuren und Welten vermittelt sich bei diesem Film von ganz von alleine.
Fazit
Mit DIE BIENE MAJA – DAS GEHEIME KÖNIGREICH ist den Machern erneut ein spannender und witziger Animationsfilm gelungen, der den Flair der ursprünglichen Comicvorlagen und Verfilmungen perfekt einer neuen Generation zugänglich macht. Und von dem auch nostalgiebehaftete Erwachsene garantiert nicht enttäuscht sind.
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