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Tabaluga - Der Film - Kinostart: 06.12.2018

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Schon 35 Jahre ist Tabaluga alt. Erfunden wurde er von einem Trio ...
 
Dem Sänger Peter Maffay, dem Sänger Rolf Zuckowski und dem Songwriter Gregor Rottschalk. Man dachte an ein Konzeptalbum, mit dem Tabaluga der Welt vorgestellt werden sollte. Doch der Erfolg von Tabaluga ging weit darüber hinaus, da er schon bald ein reges Eigenleben entwickelte. Eigene Animationsprojekte folgten, aber auch auf der Bühne war der Stoff als Musical sehr erfolgreich. Nun gibt es den großen Kinofilm, der – natürlich – auch ein Musical ist.
 
Auf der Suche nach dem Feuer
 
Als seine Eltern aus Eisland fliehen und vom bösen Arktos verfolgt werden, sterben sie, aber Tabalugas Mutter kann ihn noch nach Grünland bringen und dort dem Raben Kolk übergeben, der sich der Aufgabe annimmt, ihn großzuziehen. Die Jahre vergehen und Tabaluga wird größer, aber sein Feuer hat er noch immer nicht gefunden. Ein Drache, der nicht Feuer speien kann – das ist für den kleinen Tabaluga ausgesprochen frustrierend. Aber dann findet er eine Botschaft, die ihn glauben lässt, dass er sein Feuer in Eisland finden wird.
 
Zusammen mit seinem Freund, dem Glückskäfer Bully, macht sich Tabaluga auf nach Eisland, doch was ihn dort erwartet, weiß er nicht. Die Liebe vielleicht, aber auch größte Gefahr, giert Arktos doch danach, den letzten Drachen auszumerzen …
 
Phantasievolles Märchen
 
Es ist ein Märchen, das hier erzählt wird. Eines, das seine Wurzeln tief im Fantasy-Genre hat, und mit der Quest eines Helden beginnt, an deren Ende die Befreiung von einem Tyrannen steht. Das ist ein klassisches Szenario, das ältere Semester natürlich kennen, das für die eigentliche Zielgruppe des Films aber sicherlich neu ist. Und noch weit wichtiger: Es ist wirklich schön aufbereitet.
 
 
Denn die simpel gestrickte Geschichte hat eine Botschaft, die man jungen Menschen nicht früh genug beibringen kann. Anhand der Grünländer und der Eisländer, die die wildesten Vorurteile gegeneinander haben, zeigt der Film, wie lächerlich es ist, ganze Volksgruppen über einen Kamm zu scheren. Man muss die anderen kennen lernen, um wirklich sehen zu können, dass das, was eint, weit größer ist als das, was entzweit. Zugleich zeigt der Film, wie leicht sich Menschen – oder Fabelwesen – doch aufhetzen und aufstacheln lassen. Auch hier steckt eine Botschaft drin: Immer zu hinterfragen, was jemand wirklich bezweckt, der Agitation gegen andere betreibt.
 
Der moralische Kompass des Films ist makellos. Die Botschaft wichtig, die Art des Transports mehr als gelungen. Hier wird Kindern spielerisch gezeigt, was richtig und was falsch ist.
 
 
Einfache Animation
 
Die Animation ist gefällig, aber nicht mit den großen Hollywood-Produktionen vergleichbar. Man merkt hier schon an, dass mit weniger Budget gearbeitet werden musste. Die Designs der Figuren sind einfach gehalten, das ist durchaus in Ordnung. Die Farbpalette hätte aber etwas differenzierter sein könnten. Gerade Tabaluga hat ein Grün, das sich kaum von dem von Bäumen und Wiesen abhebt.
 
Stimmlich kann der Film punkten. Der kleine Drache wird von Sänger Wincent Weiss gesprochen, der das wirklich sehr gut macht. In weiteren Rollen hört man Yvonne Catterfeld, Rufus Beck, Rick Kavanian, Heinz Hoenig und Michael Bully Herbig. Letzterer spielt, der Name gibt es ja vor, Bully und hat damit die meisten Lacher auf seiner Seite.
 
 
Fazit
 
TABALUGA: DER FILM ist ein sehr sympathischer Film vor allem für kleine Kinder, aber so bezaubernd und hinreißend gemacht, dass auch ältere Zuschauer durchaus ihre Freude daran haben können. Die Gesangseinlagen sind spritzig und mitreißend. Es hilft hier, dass einige der Synchronsprecher ohnehin Sänger sind, aber auch Rick Kavanian als Schurke kann gesanglich durchaus überzeugen. Natürlich ist auch Peter Maffay mal zu hören. Alles in allem ein schöner Film für alle Fans des Drachen Tabaluga – egal, ob sie nun schon dem Kindergarten entwachsen sind oder nicht.
 
 
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Weitere Informationen

  • Autor/in: Peter Osteried
  • Regisseur: Sven Unterwaldt
  • Drehbuch: Toby Genkel
  • Besetzung: Yvonne Catterfeld, Michael Herbig