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BigFoot Junior: Ein tierisch verrückter Familientrip - Kinostart: 26.08.2021

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BigFoot fasziniert seit je her groß und klein. Deshalb ist das Wesen aus den ...
 
... Bergen immer wieder Bestandteil von Filmen. Und weil das so bleiben soll, kamen vor einigen Jahren die Abenteuer von BigFoot Junior auf den Markt und ins Kino. Und der darf jetzt gemeinsam mit seinem berühmten Vater ein weiteres spannendes Abenteuer auf der großen Kinoleinwand bestehen.
 
Rasant und bunt
 
Wirklich sehr gut umgesetzt wurden dabei erneut die Animationen. Vor allem die Liebe zum Detail ist bemerkenswert. Denn anders als bei ähnlichen Werken dieses Genres, welche nicht von Disney stammen, gibt es fast in jeder Einstellung immer etwas im gesamten Bild zu entdecken. Auch die Zeichnung der Figuren ist äußerst realistisch umgesetzt worden.
 
Zudem ist das neue Abenteuer von Familie Bigfoot rasant und flott inszeniert. Langeweile kommt nicht auf. Dramaturgisch dicht und mit einer erstaunlich reifen Story, bei der die Erwachsenen ebenfalls ihren Spass haben werden. Besonders witzig ist dabei der Waschbär, der im Haushalt der BigFoots kocht und mit seinen lockeren Sprüchen garantiert nicht nur bei der jungen Zielgruppe für viele Lacher sorgt. Sowie etwas Ähnlichkeit mit Rocket aus GUARDIANS OF THE GALAXY hat.
 
Klima-Message und andere Lebensweisheiten
 
Und weil es gerade dem Zeitgeist entspricht, aber auch nicht unbedeutend ist, wurde für diesen Film als Story natürlich ein Umwelt - Thema gewählt. Genauer geht es um einen Ölkonzern, der angeblich sauberes Öl produziert, aber dann doch Dreck am Stecken hat. Deshalb soll BigFoot Senior, der mittlerweile zu einer echten Berühmtheit geworden ist, diesen Anschuldigungen auf den Grund gehen.
 
Etwas das jedoch zunächst bei seiner Familie auf ziemlichen Widerstand stößt, weil er dafür nach Alaska muss. Doch weil BigFoot Junior seinen Vater möglichst schnell wiedersehen möchte, wird er schon bald von ihm und seinen Freunden bei dieser Mission unterstützt. Wenn auch zu Beginn nur aus der Ferne via Internet. Aber mit YouTube & Co. kann man bekanntlich Wunder bewirken.
 
Bei den Szenen in Alaska möchte ich an dieser Stelle nochmal die besondere Liebe zu den Details hervorheben. Die Naturanimationen in der Wildnis sind wirklich atemberaubend. Und dienen nicht nur als Kulisse. Hier wird dem Zuschauer an einigen Stellen im Film sogar Raum gegeben, diese ausgiebig zu bewundern. Untermalt von Dialogen, welche die Kernmessage des Films immer wieder in den Vordergrund rücken.
 
 
Prädikat: Besonders wertvoll
 
Zu hören bekommen wir von den Charakteren aber noch viele weitere Lebensweisheiten, die sie den jungen Zusehern vermitteln möchten. Sogar kritische Stimmen über den Umgang mit Massenmedien sind im Film zu finden.
 
Dabei ist wirklich schön, dass sämtliche Figuren, egal ob gut oder böse, nicht oberflächlich umgesetzt worden sind. Alle haben Ecken und Kanten, sowie manchmal ihre kleinen Geheimnisse. Nur bei der Gewichtung finden wir klassische Rollenbilder. So muss beispielsweise der Inhaber des Ölimperiums mit seinem Reichtum angeben und auch etwas dumm sein. Wohingegen die Guten sehr umweltbewusst und intelligent dargestellt werden.
 
 
Freuen dürfen wir uns bei BIGFOOT JUNIOR – EIN TOTAL VERRÜCKTER FAMILIENTRIP wieder auf viele neue und bekannte Stimmen. Allen voran auf Newcommer Joris Bendokat als Adam (BigFoot Junior), sowie Heiko Obermöller (Hot Bot, Herz aus Stahl) als dessen Vater BigFoot. Produziert wurde der Film übrigens von Ben Stassen, der ebenfalls Regie führt. Und nicht nur den ersten Teil, sondern auch Filme wie DAS MAGISCHE HAUS inszeniert hat.
 
Einzig der Spannungsbogen ist an einigen Stellen aus meiner Sicht etwas zu hoch angesetzt worden. Nahe, bedrohliche Kameraeinstellungen, die Angstzustände unterstreichen, sowie wilde Verfolgungsjagten, bei denen uns die Gesichter der Gejagten groß auf der Leinwand entgegenblitzen, könnten bei der anvisierten jungen Zielgruppe des Films womöglich verstörend wirken oder sogar Tränen hervorrufen.
 
 
Fazit
 
Auch mit der zweiten Kinoumsetzung von BIGFOOT JUNIOR ist den Machern ein buntes, kurzweiliges Kinoabenteuer für die ganze Familie gelungen. Mit einer Story bei der die Kleinen so einiges lernen und auch Erwachsene einen Zugang finden können. Der Film ist somit als Ergänzung zum Schulunterricht absolut empfehlenswert. Allerdings aufgrund der teilweise aufwühlenden Szenen bitte nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten.
 
 
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Weitere Informationen

  • Autor/in: Max Wrede
  • Regisseur: Ben Stassen
  • Drehbuch: Bob Barlen
  • Besetzung: Joris Bendokat, Heiko Obermöller