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Solar Opposites - St02 - Disney +-Start: 09.04.2021

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Solar Opposites handelt von einer auf der Erde gestrandeten ...
 
... Alienfamilie mit nur allzu menschlichen Problemen. Das Ganze verpackt in eine Simpsons - ähnliche Animationsserie im Sitcom-Stil. Klingt erstmal interessant. Deshalb gibt es davon jetzt auch eine zweite Staffel. Aber ist den Machern dabei etwas wirklich bahnbrechend Neues eingefallen?
 
Ein Haus mit Raumschiff!
 
Die Alien-Familie Korvo, Terry, sowie ihre Kinder-Replikanten Yumyulack und Jesse kommen vom Planeten Shlorp. Und sind mit ihrem Raumschiff auf dem Dach eines Einfamilienhauses im Mittleren Westen Amerikas notgelandet. Denn ihre Welt wurde zerstört. Ob sie diesen Zufluchtsort allerdings je wieder verlassen wollen ist fraglich.
 
Denn auf der Erde fühlen sich diese Aliens so richtig heimisch. Sind sogar von unserer irdischen Technik, insbesondere Handys, Internet und Fernsehen begeistert. Dabei eignen sie sich natürlich auch menschliche Angewohnheiten immer mehr an. Aber das ist nicht weiter schlimm. Denn das haben sie mit anderen Aliens aus ähnlichen TV-Serien, wie zb. Futurama, gemeinsam. Außerdem müssen die  Neuankömmlinge keine Angst haben, für wissenschaftliche Zwecke gekidnappt zu werden. In Amerika ist man nämlich mittlerweile an seltsame Charaktere gewöhnt.
 
Einfach gestrickter Humor und große Münder
 
Die Animationen sind bei Solar Opposites, wie bei diesem Genre üblich, eher schlicht gehalten. Farblich in gedeckten blau/grüntönen. Was bei den Aliens allerdings besonders hervorsticht sind die extrem großen Münder. Ein Merkmal, das wohl so gewählt wurde, um den Fokus der Zuschauer auf die verbalen Gags der Wesen zu lenken.
 
Produziert wird die Serie von Justin Roiland und Mike McMahan. Ersterer ist neben seiner Produzententätigkeit auch Drehbuchautor und Synchronsprecher. Und hat in seiner zuletzt genannten Tätigkeit den Charakteren Rick Sanchez und Morty Smith bei den Simpsons seine Stimme geliehen. Was zunächst als Produktion für den US-Sender Fox begann, wurde schließlich vom US-VOD - Dienst Hulu fortgesetzt und ist schließlich bei Disney Plus gelandet. Dem Studio, bei dem die Serie jetzt sogar in eine zweite Staffel gehen darf.
 
Man könnte also aufgrund der Vorprägung des Produzenten, sowie der Machart durchaus eine an die Simpsons oder deren Ableger Futurama angelehnte Serie und deren qualitativen Level erahnen.
 
 
Doch leider erwartet uns hier nur eine Kopie von dem, was wir ohnehin schon kennen. Denn viele witzigen Einfälle hat man so oder so ähnlich schon mal gesehen. Zudem ist der Humor durchwegs eher flach und nicht selten unter der Gürtellinie angesiedelt. Oft kommt es einem sogar so vor, als habe man zwanghaft nach Gags gesucht, nur um die Episodenläge von 22 Minuten füllen zu können.
 
Ein weiterer Schwachpunkt ist, dass anders als bei den Serien von Simpsons-Erfinder Matt Groening, welche durch episodiale Handlungsstränge mit pointiertem Humor bestechen, bei Solar Opposites versucht wird, verstärkt auf eine Sitcom-ähnliche Atmosphäre zu setzen. Etwas das nicht so richtig in dieses Umfeld passen mag. Auch dramaturgisch hat die Serie wenig zu bieten. Keine Höhen, dafür mehr Tiefen, sowie Längen. Alles reiht sich irgendwie aneinander.
 
 
Fazit
 
Solar Opposites gehört zu jenen Serien, denen man beim Betrachten wenig Aufmerksamkeit schenken muss, um in der Handlung zu bleiben. Eigentlich kann man die Serie getrost als Geräuschkulisse während dem Bügeln oder Kochen laufen lassen. Versäumen tut man sowieso nix.
 
Und wenn man ihr dann doch wieder einige Minuten Aufmerksamkeit schenkt, kann man über die eine oder andere witzige Situation oder den einen oder anderen Wortwitz sicher lachen. Den Fans der ersten Staffel wird’s womöglich gefallen. Ob mit der zweiten Staffel aufgrund des Fehlens von neuen Anreizen die Zielgruppe erweitert werden kann, wage ich allerdings zu bezweifeln.
 
 
Link zur Serie >> dplus b
 
 

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Weitere Informationen

  • Autor/in: Max Wrede
  • Regisseur: Justin Roiland
  • Drehbuch: Mike McMahan