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Logan - The Wolverine

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Schon im Vorfeld hieß es, dass „Logan: The Wolverine“ der letzte Film werden soll, in dem Hugh Jackman als der Mutant mit den Adamantium-Klauen ...
 
... und dem Selbstheilungsfaktor zu sehen sein wird. Nach 17 Jahren wollte Jackman mit der Rolle abschließen – und er hätte keinen besseren Film als „Logan: The Wolverine“ dafür bekommen können! Der große Abschied Es ist das Jahr 2029: Seit über zwei Jahrzehnten sind keine neuen Mutanten mehr geboren worden, die Erde leidet unter Wasserknappheit und die X-Men sind längst vergessen.
 
Logan, dessen Selbstheilungsfaktor auch nicht mehr das ist, was er mal war, kümmert sich um den 90-jährigen Charles Xavier, der seit einem Zwischenfall vor den Behörden versteckt werden muss. Außerdem muss er regelmäßig Medikamente nehmen, um zu verhindern, dass er Anfälle hat, die anderen das Leben kosten könnten. Wenn er redet, dann meist wirres Zeug, aber er spricht von einer neuen Mutantin – die auch just auftaucht.
 
Denn das junge Mädchen Laura braucht Logans Hilfe, um den Häschern des Cyborgs Pierce entkommen zu können. Sie hat von einer Zuflucht für Mutanten gehört, die im Norden sein soll – in Kanada. Doch dorthin zu gelangen, ist ein gefährliches Unterfangen.
 
Ein moderner Western
 
Es ist der perfekte Schwanengesang geworden. Ein Abgang für den vielleicht beliebtesten Superhelden unserer Zeit, der der Figur auch gerecht wird. Mehr noch: Zum ersten Mal seit vielen Jahren bietet sie Jackman etwas, mit dem sich mehr als nur Coolness darstellen lässt.
 
Logan ist ein Mann am Ende seines Weges. Ein Säufer, der sich nicht mal mehr auf seinen eigenen Körper verlassen kann, aber ihm dennoch keine Ruhe gönnt. Er ist hier nicht länger der herrenlose Samurai, eher schon ein fast typischer Western-Held, was James Mangold noch akzentuiert, indem er den Professor und Laura „Mein großer Freund Shane“ schauen lässt. Ein klein wenig zieht er Parallelen, wenn er das Band, das Logan und Laura verbindet, immer enger werden lässt – bis hin zum furiosen Finale, das so konsequent endet, wie es dieser Film von der ersten Minute an ist.
 
 
Das Großartige an „Logan: The Wolverine“ ist auch, dass es nicht um die Rettung der Welt geht. Im Grunde geht es nicht mal um Superhelden. Es ist eine weit kleinere Geschichte. Eine, die für Jackman das ist, was „Erbarmungslos“ für Clint Eastwood war – ein letztes großes Abenteuer für einen müde gewordenen Kämpfer.
 
Hart und düster
 
Der Film lebt von seiner fast schon nihilistischen Grundstimmung. Die Welt hat sich nicht zu ihrem Vorteil verändert, das volle Ausmaß der Veränderung wird aber nur angedeutet. Es hilft zugleich auch, den Film grimmiger werden zu lassen. Darüber hinaus sieht man hier erstmals, welchen Schaden Wolverines Klauen wirklich anrichten. Der Entscheidung, den Film in den USA auf ein R-Rating hin zuzuschneiden, sei Dank. Damit hat „Logan: The Wolverine“ eine brachiale Gangart, die umso beeindruckender ist, weil es nicht Jackman allein ist, der wie ein Berserker seinen Feinden begegnet.
 
So gut Jackman ist – insbesondere auch in den Szenen eines von seiner Vergangenheit gequälten Logan –, so sehr musste er doch aufpassen, dass ihm nicht die Show gestohlen wird. Zum Teil passiert das, denn die Newcomerin Dafne Keen ist als klauenbewährte Laura kein Stück weniger energisch oder animalisch. Man hat eigentlich nie zuvor gesehen, dass ein Kind in Actionsequenzen derart eingesetzt wird – das hat man sich nicht mal bei Hit-Girl in „Kick-Ass“ getraut, wo man die Figur für den Film deutlich altern ließ.
 
Die Action ist extrem mitreißend choreographiert. Nicht nur die Kämpfe von Logan und Laura gegen ihre Feinde, auch ansonsten ist „Logan: The Wolverine“ mitreißend und lässt die gut zweistündige Laufzeit wie im Flug vergehen.
 
Was James Mangolds Werk aber letzten Endes weit über das hinausgehen lässt, was zuvorgekommen ist, ist die auf ein konsequentes Ende konstruierte Geschichte, bei der es Überraschungen, subtile Reminiszenzen und nicht zuletzt eine gehörige Portion Dramatik gibt – ganz zu schweigen von einem Kampf, in dem Wolverine sich dem ultimativen Gegner stellen muss!
 
 
Fazit
 
„Logan: The Wolverine“ ist ganz großes Kino, das nicht nur energisch, dynamisch und mit der nötigen Härte actionreich, sondern auch immens dramatisch ist, wenn Logan in ungewohnter Position gezeigt wird und so etwas wie väterliche Gefühle für Laura entwickelt. So hat man Logan noch nie gesehen, was Jackman erlaubt, seine schauspielerische Bandbreite stärker als üblich einzusetzen. Dies ist der mit Abstand beste Film der „Wolverine“-Reihe, der auch das übrige „X-Men“-Universum alt aussehen lässt.
 
Die große Entdeckung des Films ist jedoch Dafne Keen, die man gerne noch häufiger als Laura alias X-23 sehen würde.
 
 
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Weitere Informationen

  • Kritik-Autor/in: Peter Osteried
  • Regisseur: James Mangold
  • Drehbuch: James Mangold
  • Stars: Hugh Jackman, Patrick Stewart
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