Mutiny - Kinostart: 27.08.2026

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Jason Statham ist – mal wieder – in seinem Element.
 
Mit MUTINY liefert er in diesem Jahr schon den zweiten Actionfilm ab. SHELTER ließ ihm noch ein paar dramatische Momente, die ein bisschen Schauspiel erforderten, bei MUTINY muss er nur seine Coolness zur Schau stellen und die Kampfchoreographien routiniert herunterreißen. Das kann er. Erwartet man nicht mehr, ist das gute Kinounterhaltung.
 
Einer gegen alle
 
Cole Reed ist ein Bodyguard, dessen Auftraggeber und Freund bei einem Hinterhalt ermordet wird. Die Spur führt zu einem Schiff des Reeders, auf das sich Cole schleicht. Auf dem Meer merkt er dann, dass hier Menschen in Containern geschmuggelt werden. Mit Hilfe der kurzfristig auf das Schiff versetzen Angie Alice versucht er nun, die Menschen zu retten, während der Käpt’n und seine Crew Jagd auf sie machen. Aber Cole Reed ist eine Ein-Mann-Kampfmaschine …
 
Wie man so schön sagt
 
Im Englischen gibt es das Kürzel „SSDD“, was für „same shit, different day“ steht, also „gleiche Scheiße, nur ein anderer Tag“. Daran muss man mittlerweile bei einem Jason-Statham-Action-Vehikel denken, denn die meisten seiner Filme haben keine elaborierten oder wenigstens halbwegs originellen Geschichten. Sie sind völlig austauschbar. Wie sehr, zeigt übrigens auch eines der Plakatmotive für MUTINY, das ganz klar an STIRB LANGSAM angelegt ist.
 
Statham ist mal wieder der coole Ex-Cop und Ex-Special-Forces-Soldat, der immer alles im Blick hat, der jeden Kampf meistert, der einfach nicht zu besiegen ist. Spannung kommt insofern nur bedingt auf, da man eh weiß: Statham wird das schon schaukeln, egal, welche Gegner sich ihm in den Weg stellen. Das sieht schön aus, weil Statham weiß, wie er sich bewegen muss. Gerade die Mann-gegen-Mann-Fights sind immer wieder Hingucker, auch wenn sie nichts grundlegend Neues bieten (eventuell abgesehen vom kreativen Einsatz eines Vorhängeschlosses).
 
Kurz und knackig
 
Zur Seite steht ihm Annabelle Wallis, die sich als einzig wackeres Mitglied der Crew auch gut schlägt, aber im Grunde nur Resonanzboden für Stathams Figur ist. Damit die auch mal was sagen kann und nicht stumm und stur auf Schurkenjagd gehen muss. Dazu kommt eine rührselige Backstory für die Dame und auch Stathams Figur hat natürlich ein Minimaltrauma in der Vergangenheit. Aber beides wird en passant abgehandelt und ist im Grunde auch völlig irrelevant.
 
Die Figuren sind allesamt nur Stereotypen ohne erkennbare charakterliche Ausbildung. Hier wurde auf gut Deutsch gesagt eine 08/15-Story heruntergerissen, die ein paar Standards abdecken muss, aber mehr auch nicht sein muss.
 
Im Grunde ist kurios, dass derlei Filme überhaupt noch ins Kino kommen. Früher wäre das Filmfutter für die Videotheken gewesen und auch heutzutage ist ein Film wie dieser besser im Streaming aufgehoben.
 
Vermutlich wird Statham dort auch über kurz oder lang mit neuen Filmen landen, schickt er sich doch mittlerweile an, in die Fußstapfen von Charles Bronson zu treten, der im höheren Alter auch fast nur Actionfilme gedreht hat. Aber immerhin: Statham weiß, was er kann. Er weiß, was sein Publikum will, und er bietet genau das.
 
Soll heißen: Wenn man bei einem Statham-Film nicht mehr als ordentliche Action erwartet, dann ist man hier gut aufgehoben.
 
 
Fazit
 
Zur Ruhe kommt Jason Statham nicht, weder in MUTINY, noch generell, denn weitere Actionfilme hat er auch schon angekündigt, darunter ein Sequel zu BEEKEPER, der auch alles andere als einfallsreich war. Aber gut, Statham ist mittlerweile eine Marke, der vielleicht einzig echte Actionstar, den es noch gibt, da er im Grunde auch nur selten etwas abseits von Krachbumm-Filmen macht. Beinharte Fans gehen also ins Kino, alle anderen können auch den Streaming-Start erwarten.
 
 
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Weitere Informationen

  • Autor:in: Peter Osteried
  • Regie: Jean-François Richet
  • Drehbuch: Lindsay Michel
  • Besetzung: Jason Statham, Annabelle Wallis