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Im Film von SÖNKE WORTMAN (u.a. DER SPITZNAME) wird SEBASTIAN BEZZEL (u.a. EBERHOFER-Krimis) als Hannes mit den Tücken eines älter werdenden Mannes, aber auch Vaters konfrontiert.
Also Generationenkonflikte und Mid-Life-Crises! Inszeniert nach einem Bestseller von JAN WEILER (u.a. DAS PUBERTIER). Aber inwieweit entspricht das bei Erwachsenen generell der Realität? Wir haben bei KYA-CELINA BARUCKU, sowie ANNA SCHUDT, welche dessen Tochter, sowie Ehefrau verkörpern, nachgefragt…
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Wie habt ihr euch auf eure Rollen vorbereitet?
Kya: Nach dem Lesen des Drehbuchs habe ich die Sachen, die ich dabei über Carla erfahren habe, noch weiter vertieft und mich damit beschäftigt, wo diese Figur herkommt, was sie zu dem gemacht hat, was sie jetzt ist und wo sie hinwill.
Mich hat vor allem an Carla interessiert, was sie dazu bringt, ihren Vater zum Beispiel beim Frühstück einfach stehen zu lassen. Ich habe mich damit beschäftigt, was Carlas tiefe Wünsche wirklich sind, weil ich nicht glaube, dass sie einfach nur genervt von ihren Eltern ist, sondern sich tief im Inneren wünscht, dass sie ihre Probleme, die sich auf die ganze Familie auswirken, lösen kann.
Bei DIE ÄLTERN geht es vor allem um Generationskonflikte. Wie geht ihr damit um?
Kya: Ich muss sagen, ich persönlich, bin total dankbar für generationsüberschneidende Freundschaften und Beziehungen im Allgemeinen. Ich finde, man kann so viel voneinander lernen, durch unterschiedliche Ansichten und Erfahrungen. Ich sehe das eher als etwas sehr Wertvolles an. Habt ihr evtl. Tipps für ein besseres Verständnis zwischen Eltern und Jugendlichen?
Anna: Schwierige Frage – ein familiäres Verhältnis kann man sich ja nicht aussuchen und das kann je nach Familie so unglaublich unterschiedlich sein. Ich will mich da nicht aus dem Fenster lehnen und behaupten, eine Lösung zu haben.
Ich glaube, in Beziehungen ist es immer am wichtigsten, aufeinander zu hören und zu versuchen, einander zu verstehen, auch wenn man in dem Moment vielleicht ganz unterschiedliche Meinungen oder Ansichten hat.
Was hat euch an Erwachsenen in eurer Jugend am meisten genervt?
Kya: Dass sie immer alles besser wissen und mir schon erzählen, wie es ausgehen wird, bevor ich es überhaupt selbst erlebt habe. Oder nicht ernst genommen zu werden, weil man als noch zu jung angesehen wird.
Anna: Das sie nicht verstanden haben, dass ich die Einzige bin, die tatsächlich den Durchblick hat (lacht). Aber im Ernst, ich fand die Erwachsenen in meiner Jugend gar nicht so nervig, die haben mich ziemlich in Ruhe gelassen und auch unterstützt. Hannes hat im Film ein Problem mit Veränderungen und dem „älter“ werden.
Warum glaubt ihr tun sich Erwachsene oft so schwer damit sich auf neue Dinge im Leben einzulassen?
Anna: Veränderungen sind anstrengend. Ich finde es verständlich, dass man den Versuch unternehmen kann, nach Karriere, Familienaufbau und Haus bauen erstmal denkt, so, jetzt hab ich aber meine Ruhe verdient. Aber meist muss man sich irgendwann wieder die Laufschuhe schnüren.
Habt ihr Tipps wie man das Älter werden positiv angehen kann?
Kya: Gute Frage, ich bin ja selbst gerade einmal 21 Jahre alt und bisher macht mir das Älterwerden beziehungsweise Erfahrungen sammeln unglaublichen Spaß.
Anna: Ich bin genauso wenig Experte, wie andere Menschen, denen das zum ersten Mal begegnet, aber ich würde mir selber immer raten: Nimm’s mit Langmut und viel Humor. Es geht vorbei.
Hannes findet am Ende seinen Sinn im Leben. Was ist für euch der Sinn des Lebens?
Anna: Ich würde behaupten, Hannes macht sich auf die Suche. Und da schließe ich mich an.
Kya: Herauszufinden, wie ich mein Leben verbringen möchte. Mit welchen Menschen, welcher Arbeit, welchen Beschäftigungen, welchem Umfeld ich mich umgeben möchte, was mich erfüllt, weiterbringt und vor allem glücklich macht. Ich möchte meine Zeit mit Dingen verbringen, die mir Spaß machen.
Inwieweit entspricht der Film eurer Realität?
Kya: Lustigerweise bin ich fast parallel zu unseren Dreharbeiten, also nur ein wenig vorher, auch ausgezogen. Bei mir verlief es allerdings etwas anders – ich habe ein sehr liebevolles Verhältnis zu meinen Eltern, fand das Ausziehen gar nicht so leicht und besuche meine Eltern immer noch ganz regelmäßig zu Hause.
Warum sollte man sich DIE ÄLTERN unbedingt ansehen?
Kya: Weil es ein Film ist, den man unbedingt mit seiner Familie sehen sollte – ein Film, in dem jede „Figur“ einer Familie dargestellt wird und sich somit jeder gesehen und hoffentlich verstanden fühlen kann und man gemeinsam als Familie über so manche Konflikte auch einfach mal lachen kann.
Anna: Ein sehr schöner, humorvoller Familienfilm mit Tiefgang, bei dem jeder etwas mit nach Hause nimmt.
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DIE ÄLTERN ist unter der Regie von Sönke Wortmann entstanden, der nicht nur mit DER VORNAME, DER NACHNAME, DER SPITZNAME oder CONTRA bewiesen hat, dass er die Herzen der deutschen Kinofans zugleich berühren und zum Lachen bringen kann.
Inszeniert nach dem Drehbuch von Romanautor Jan Weiler, sowie Robert Gold (DER FALL COLLINI). An der Seite von Sebastian Bezzel (EBERHOFER-Reihe) und Anna Schudt („Hundertdreizehn“) spielen u.a. Kya-Celina Barucki (MÄDCHEN MÄDCHEN), Philip Müller (DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE 4), Judith Bohle („Safe“), Thomas Loibl (KONKLAVE), sowie Nilam Farooq (CONTRA).
DIE ÄLTERN läuft seit dem 12. Februar 2026 im Verleih von Constantin Film bundesweit in den Kinos.
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